
Deine Gedanken
Mit Deinen Gedanken lebst du, mit Deinen Gedanken gehst du auf andere zu, mit Deinen Gedanken siehst du Deine Welt! Wähle Deine Gedanken mit bedacht, sie könnten Dich unnötig verletzen!
" It is your mind, that creates this World!" sagte bereits Buddha. (" Es sind deine Gedanken, die diese Welt erschaffen!")
Die meisten Probleme empfinden wir im Umgang und im Bezug mit anderen Menschen. Wenn wir es schaffen, jedem Menschen auf Gottes Erden mit dem selben Verständnis und Wohlwollen zu begegnen wie uns selbst, dann gibt es keine Probleme mehr in dieser Hinsicht. Sondern nur noch ein Ziel: Miteinander zu kooperieren! Doch dazu führt nur ein Weg: Wir müssen uns selbst verstehen und akzeptieren so wie wir nun mal sind. Im Bezug nach Innen sowie nach Außen. Wenn wir die Verantwortung für uns selbst übernehmen, dann ist das möglich, was im Grunde jeder Mensch erstrebt: Liebe und Frieden überall um uns herum! Die Verantwortung dafür liegt in jedem Einzelnen. In unserem Selbst! Ich habe alle Gefühle durchlebt, die es gibt. Ein Freund sagte zu mir: " Du bist etwas Besonderes, ich glaube, Du bestehst nur aus Gefühlen!"
Wenn ich etwas Besonderes bin, dann ist es jeder Mensch auf dieser Welt, denn es gibt nichts, was mich unterscheidet. Ich bin wie alle Menschen, fähig Gefühle zu erleben und mir Gedanken über meine Gedanken zu machen. Das schlimmste Gefühl das ich kenne ist Verzweiflung, das ehrfürchtigste, ist aus Liebe loszulassen, das dümmste ist Hass und das hinderlichste ist Angst. Das schönste sei auch noch erwähnt: Das schönste Gefühl, ist Liebe!
Dadurch, dass ich alles hinterfrage, mich nicht zufrieden gebe mit dem was ist, sondern herauszufinden versuche warum etwas so ist, wie es ist, habe ich mich zu einem Menschen entwickelt, der sich selbst und andere bedingungslos lieben kann. Mit was für Problemen ein Mensch auch an mich herantritt, ich habe die Gabe sein Anliegen aus seiner Sicht umfassend wahrzunehmen. Mich also in seine Sichtweise zu begeben.
Daher weiß ich auch, dass es im Grunde nichts zu ändern gibt, außer der eigenen Sichtweise!
Vorausgesetzt natürlich, das es für nötig empfunden wird etwas zu ändern. Man muss es wollen! Wenn ich um einen Rat gefragt werde, dann ist das erste worauf ich aufmerksam mache, die Tatsache, dass alles mit unserer Sichtweise gefärbt ist. Unter Sichtweise verstehe ich die Wahrnehmungsbrille die wir uns durch unsere Gedanken, Gefühle und Glaubensmuster aufsetzen. Durch Gedanken und die daraus entstehenden Gefühle schaffen wir uns eine Wahrnehmung, nach dieser wir beurteilen, bewerten, verstehen. Wir interpretieren alles durch unsere Wahrnehmung. Wahrnehmung geschieht immer in einem Kontext. Dieser besteht aus Bedürfnissen, Motivationen und Prioritäten.
Ein Problem empfinden wir dann, wenn von einem gegebenen Ausgangszustand ein gewünschter Zielzustand nicht ohne weiteres erreicht werden kann. Also, ein Ist- und Soll-Zustand. Den Raum dazwischen, diesen könnte man auch als Barriere bezeichnen, können wir durch den Einsatz von Denkprozessen beseitigen. Was bei den Denkprozessen zu beachten ist, ist die Art wie wir Menschen denken. Wir denken gleichzeitig bewusst und unterbewusst oder vorbewusst. Wir beziehen in diese Denkprozesse also unser gesamtes Erlebtes, Geprägtes und Erlerntes mit ein. Ebenso unsere Bedürfnisse, unsere Motivation und unsere Prioritäten. Eine große Rolle spielen dabei auch unsere Glaubensmuster.
Das hört sich jetzt furchtbar theoretisch an und deshalb möchte ich dir näher erläutern, was ich damit aussage. Ich erzähle dir etwas aus meinem Leben, damit du erstens besser verstehst, was ich meine und zweitens mich ein bisschen näher kennen lernen kannst.
Ich habe bereits erwähnt, das für unsere Sichtweisen Glaubensmuster eine große Rolle spielen. " Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu!" Dies ist ein Satz, der mich seit meiner frühesten Kindheit geprägt hat. Dieser Satz wurde zu meinem Glaubenssatz. Ich sei ein ruhiges Kind, so sprachen die Menschen, die mich beurteilten. Ich selbst, da ja noch Kind, machte mir keine Gedanken darüber. Ungefragt übernahm ich all die Aussagen der Erwachsenen über mich. Eine weitere Aussage lautete: " Du bist der letzte Mensch auf Erden!" Ich muss wohl nicht näher erklären, dass dieser Satz negativ gemeint war. Ich ging also davon aus, wertlos zu sein. Wenn mir jemand etwas antat, lehnte ich mich nie dagegen auf. Bis auf genau zweimal. Diese zweimal wurde ich aggressiv. Wie ein Tier, dass man immer wieder bedroht, schlug ich zurück. Als ich aber erlebte, dass ich meinem Gegenüber Schmerzen zugefügt hatte, verfolgte mich permanent der Satz: " Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu!"
Das hatte ich nun davon. Ich bekam ein schlechtes Gewissen, weil ich mich gewehrt hatte. Mit diesen Grundgefühlen, also wertlos zu sein, sich nicht wehren zu dürfen, weil man ja niemandem etwas antun solle, was man selber nicht will, kämpfte ich mich also durch meine Kinder- und Jugendzeit. Wortlos ertrug ich Schläge, Demütigungen und Ungerechtigkeiten. Ich war der geborene Sündenbock. Ich konnte es niemandem Recht machen, selbst wenn ich mich noch so " unsichtbar" machte. Es war paradox, ich wollte nicht austeilen, weil ich selbst ja auch nichts einstecken wollte und dabei steckte ich mehr ein, als ich wollte. Mein inneres Bild sah folgendermaßen aus: Ich muss lieb und nett sein (Priorität), wenn ich Schmerz empfinde, darf ich es mitteilen (Bedürfnis), aber wütend werden darf ich nicht (Motivation). Dies war meine Wahrnehmungsbrille.
Um im Leben weiterzukommen, musste ich also meine Sichtweise ändern. Das ich dies gründlichst getan habe, versteht sich von selbst :-)!